THERAPIEHUNDE-Team

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Therapiehunde

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- Leitfaden für das Therapiehundewesen

 

I.                  Allgemeines:

1.      Vorbemerkungen:

Der folgende SVÖ - THT – Leitfaden dient dazu, dass die einzelnen PK des SVÖ und deren Ausbildungsorganisationen, einheitliche Vorgangsweisen und Richtlinien in der Ausbildung und Bewertung erhalten.

Dieser Leitfaden tritt am  01.01.2009 in Kraft und hat Weisungscharakter für alle PK, Ausbilder/innen und Trainer/innen des SVÖ.

 

2.      Abkürzungen:

Folgende Abkürzungen wurden verwendet:

- THT                    = Therapie Hunde Team (Hund + Führer)

- SVÖ                   = Österreichischer Verein für Deutsche Schäferhunde

- TH                      = Therapie Hund

- PO                      = Prüfung - Ordnung

- PK                      = Prüfung – Kommission

- R                         = Richter/in

- PL                       = Prüfungsleiter/in

- H                        = Hund

- HF                      = Hundeführer /in

- HZ                      = Hörzeichen

- SZ                       = Sichtzeichen

 

3.      Was sind  Therapiehunde – Teams (THT):

Das sind Hundebesitzer/innen und deren Hunde die gemeinsam als Team (THT) ausgebildet werden und nach bestandener Prüfungen Einsätze, je nach Qualifikation, in verschiedenen Institutionen, leisten und sich auch als Co – Therapeut einem fachlich geschulten Personal zur Verfügung stellen können.

 

4.      Voraussetzungen für eine  THT – Ausbildung:

  • Bestandene Eignungsprüfung in den ausgeschriebenen Veranstaltungsorten des SVÖ (Breitenwang/Reutte Tirol/ Vorarlberg, Salzburg, Peuerbach OÖ, Wien NÖ/ Burgenland, Klagenfurt Kärnten / Steiermark bei Bedarf auch andere)
  • Gesundheitszeugnis des H nach der Checkliste des SVÖ
  • Gültiger EU-Impfpass
  • Nachweis einer Haftpflichtversicherung welche auch Schäden bei der THT – Ausbildung und im THT – Einsatz deckt.
  • Identifizierbarkeit des H (Chip- oder Tätowiernummer).
  • Mindestalter des H beträgt 12 Monate
  • Mindestalter des HF beträgt 18 Jahre

 

5.   Einsatz geprüfter THT:

Ein ausgebildetes und geprüftes Team kann in Senioren- und Pflegeheimen, Spitälern, Kindergärten, Schulen und Sonderschulen, Seh-/ Hörbildungs- und Sprachheilschulen/ -heimen, psychiatrischen Kliniken Anstalten usw., je nach Einsatzberechtigung, eingesetzt werden. 

              

6.      Stellung der THT- Kommissionen, Richter/in, Bewerter/in, Ausbilder/in und Trainer/in :    

Die Aufgabenstellung der Verantwortungsträger/in innerhalb des SVÖ, erfordert es, dass deren Verhalten die notwendige Autorität sicherstellt, um das Ansehen der THT-Arbeit zu fördern.           

Die Ausbildung von THT, darf nur von SVÖ anerkannte Ausbilder/in und Trainer/in erfolgen.    

Die THT – Kommission darf kein Team bewerten, welches mit einem Mitglied der Kommission in häuslicher Gemeinschaft lebt. Ebenso dürfen diese keine  THT-Teams bewerten, welche diese selbst ausgebildet haben.

 

7.   Prüfungen und deren Ablauf:

Die THT – Prüfungskommission oder deren Beauftragte einer PK setzt den Prüfungsort, Termin und einen Prüfungsleiter fest.

An dieser Prüfung dürfen nur gesunde und gepflegte H zugelassen werden.

Ein HF kann an einer Prüfung nur mit maximal zwei H antreten.

Teams mit einer hitzigen Hündin können, aus hygienischen Gründen nur an solchen Prüfungsteilen teilnehmen, bei denen die Hündin nicht innerhalb eines Institutes arbeiten muss. Jedoch müssen diese ganz zum Schluss einer Prüfung antreten und müssen abseits des Prüfungsgeländes sicher verwahrt werden.

Ein HF kann nur jeweils mit dem H zur Prüfung antreten mit dem er den Eintrittstest und die Ausbildung absolviert hat. Es ist nicht gestattet, wenn HF mit einem anderen H, oder umgekehrt, an einer Prüfung teilnehmen.

Die THT – Prüfungen haben nur Gültigkeit und erlangen Rechtskraft, wenn mindestens vier Teams zur Prüfung antreten. Sollten sich 5 Teams oder mehr zur Prüfung angemeldet haben, aber weniger als 4Teams am Tag der Prüfung anwesend sein, so ist die Prüfung abzusagen und darf nicht stattfinden.

THT – welche auf Grund zu geringer Prüfungsteilnehmer in einer Region die Prüfung nicht ablegen können, ist es gestattet, dass dieses THT in einer anderen Region die THT – Prüfung ablegen kann.

 

8. Kostenabrechnung:

Die Abrechnung der THT – Prüfungs- und Ausbildungsspesen erfolgt über die SVÖ – Verwaltung, welche auch die Höhe festsetzt. Die Verwaltung ist auch verpflichtet die Spesen der PK und der Ausbildern/innen zu begleichen.

Die Höhe der Spesensätze werden vom SVÖ geregelt und in der SVÖ - Zeitschrift veröffentlicht.

 

9.      Aufgaben des THT - Prüfungsleiters (PL):

Der THT - PL wird aus dem Kreise der THT - Ausbilder/in, THT – Trainer/in oder Anwärter des SVÖ, von der THT – Leitung (Kommission) oder Beauftragten/in, in der eine THT – Prüfung stattfinden soll, berufen. Der berufene PL ist in Zusammenarbeit mit der Kommission verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alle Voraussetzungen für eine THT – Prüfung wie folgt gegeben sind.

·      Eignungsprüfung:

-  Terminschutzantrag rechtzeitig einreichen und am Tag der Prüfung der Kommission vorlegen.

-  Vorbereitung eines geeigneten Geländes und Gebäudes mit den erforderlichen Räumlichkeiten (z. Bsp. Trainingsplatz mit Vereinsheim).

-  Genügend Hilfspersonen (mindestens 4 Personen) zur Verfügung stehen.

-  Die erforderlichen Prüfungsunterlagen der HF anfordern und der PK vor der Prüfung vorlegen.

-  Beurteilungsblätter vorbereiten.

-  Urkunden oder Prüfungsbestätigungen vorbereiten.

-  Lesegerät für die Identifizierung des H bereit stellen.

-  3 Tage vor der bevorstehenden Prüfung die PK über die Vorbereitungen und Anzahl der Kandidaten berichten.

Der amtierende PL darf selbst keinen H zur Eignungsprüfung führen und muss

während der gesamten Prüfung der PK zur Verfügung stehen.

·      THT – Abschlussprüfung:

-  Terminschutz rechtzeitig einreichen und am Tag der Prüfung der Kommission vorlegen.

-  Die H dürfen nur gepflegt, sauber und gesund zugelassen werden.

-  Vorbereitung eines geeigneten Prüfungsgeländes und Gebäudes   

a.     Raum (Theorieraum) in dem ungestört die schriftliche und mündliche Prüfung durchgeführt werden kann.

b.    Die erforderlichen Räumlichkeiten (Aufenthaltsraum, Stiegenhaus, Lift, Wohnräume, Werkstätte, usw.) sowie eine Wiese, Park oder sonstige Freizeiteinrichtungen für die praktische Prüfung zur Verfügung stehen.

- Genügend Hilfspersonal und Menschen (mindestens 5) mit möglichst verschiedenen Beeinträchtigungen, wenn möglich auch Kinder und Schüler, zur Verfügung stehen.       

-  Die erforderlichen Geräte, wie Rollstuhl, Krücken, Gehbock usw. vorhanden sind.       

-  Die Ausschreibung an die Prüfungs- Kandidaten rechtzeitig erfolgt ist.

-  Ein Chip - Lesegerät zur Verfügung steht.

-  Die erforderlichen Prüfungsunterlagen der HF anfordern und vor der Prüfung der Kommission vorlegen.

-  Bewertungsblätter vorbereiten

-  Urkunden oder Prüfungsbestätigungen vorbereiten

-  Der PL hat auch zu sorgen, dass am Tag der Abschlussprüfung von jedem THT (H und HF gemeinsam) ein Foto vorliegt.

-  3 Tage vor der bevorstehenden THT – Prüfung, hat sich der PL mit dem Vorsitzenden der PK in Verbindung zu setzen und über die Vorbereitungen und über die Anzahl der Teams zu berichten.

      Der amtierende PL darf selbst keinen H zur THT – Prüfung führen und muss während der gesamten Prüfung der Kommission zur Verfügung stehen.

·      THT – Jahresüberprüfung :

-  Terminschutzantrag rechtzeitig einreichen und am Tag der Prüfung der PK vorlegen.

-  Dass die THT rechtzeitig vor dem Prüfungstermin verständigt werden.

-  Vorbereitung eines geeigneten Geländes und Gebäudes  mit den erforderlichen Voraussetzungen (z. Bsp. Trainings- oder Sportplatz mit Vereinsheim, muss nicht in einem Institut   erfolgen).

-  Die erforderlichen Unterlagen von den THT anfordern und der PK vor Beginn der Prüfung vorlegen.

-  Beurteilungsblätter für die PK vorbereiten

-  Lesegerät für die Identifizierung des H bereit stellen.

-  3 Tage vor der bevorstehenden Prüfung mit der PK Verbindung aufnehmen und über die Vorbereitungen und Anzahl der Kandidaten berichten.

 

10.  Prüfungsunterlagen:           

Zur wichtigen Aufgabe des PL gehört auch die Bereitstellung und Vorbereitung

aller Prüfungsunterlagen. Wenn hier wesentliche Unterlagen fehlen und nicht

beschafft werden können, kann die PK ein Team von der (weiteren) Teilnahme

ausschließen oder die Prüfung abbrechen.

Folgende Prüfungsunterlagen müssen bei der Prüfung vorliegen.

·        Ahnentafel, Registrierschein oder HF - Lizenz

·        Leistungsurkunde, Leistungsheft

·         Gültiger Impfpass

·        Gesundheitsbestätigung lt. TH - Checkliste des ÖKV

·        Urkunde oder Bestätigung der absolvierten THT – Ausbildung (Abschlussprüfung)

·        THT – Einsatzausweis (Jahresüberprüfung)

Die PK hat vor Beginn der Prüfung zu prüfen, ob alle erforderlichen

Prüfungsunterlagen vorliegen.

 

12. Voraussetzung der Teams (H + HF) für eine THT – Abschlussprüfung:

 ·        THT - Eignungsprüfung:

An dieser Prüfung sind alle Hunde ohne Rücksicht auf Größe, Rasse mit und

auch ohne Abstammungsnachweis, teilnahmeberechtigt. Alle H müssen

tätowiert oder mit einem Chip versehen sein und das Mindestalter von 12

Monaten erreicht haben. Das Mindestalter des HF beträgt 18 Jahre.

·        THT – Abschlussprüfung:

An dieser Prüfung dürfen nur THT teilnehmen, welche an der

vorgeschriebenen Ausbildung teilgenommen haben und positiv vom

Ausbilder/in beurteilt wurden. Das Mindestalter des H beträgt 15 Monate,

das Mindestalter des HF beträgt 18 Jahre.

Weiters muss eine bestandene BH oder höhere Prüfung nach ÖPO oder nach

einer PO welche vom SVÖ (ÖKV) anerkannt wird.

·        THT – Jahresüberprüfung:

An dieser Prüfung dürfen nur THT  teilnehmen welche die Abschlussprüfung mit Erfolg abgeschlossen haben.

THT welche im Einsatz stehen ist diese Prüfung verbindlich vorgeschrieben und muss innerhalb von 15 Monaten absolviert werden.

 

13. Leinenpflicht:

Während der gesamten Prüfung wird der H an lockerer Leine geführt, ausgenommen sind Übungen, welche von der PK ausdrücklich abgeleint verlangt werden. Als Halsband hat der H ein breites Stoff oder Lederhalsband zu tragen. Einreihige Kettenhalsbänder sind, wegen der Verletzungsgefahr, nur bei den Gehorsamsarbeiten mit dem HF gestattet. 

              

14. Teilnehmerzahl:

 -   Eignungsprüfung                    je Tag 20 Teams

 -   THT – Abschlussprüfung       je Tag 10 Teams

 -   THT – Jahresüberprüfung     je Tag 20 Teams

Mindestteilnehmerzahl               4 Teams

 

15. Prüfungstage:

Die Prüfungen können an allen Tagen der Woche und das ganze Jahr hindurch

stattfinden, wenn die Voraussetzungen gegeben sind.

 

II.               EIGNUNGSPRÜFUNG:

Die Eignungsprüfung kann auch an neutralen Plätzen und Gebäuden, wie Sportplätze usw., stattfinden, jedoch nicht in Institutionen, da den zu prüfenden Teams alle Voraussetzungen dafür fehlen und erst für die THT-Eignung überprüft werden müssen.

1.      Folgende Fakten werden überprüft:

-     Identitätskontrolle

-         Gegenseitige Beziehung, Bindung (Harmonie zwischen HF + H)

-         Unbefangenheit, Wesen (Verhalten dem Umfeld gegenüber, Aggressivität / Ängstlichkeit usw.) und Belastbarkeit des H und des HF (Stresssituation usw.)

-         Sozialverträglichkeit

-         Reizschwelle (niedere / mittlere / hohe)

-         Gehorsam und Veranlagungen

-         Motivierbarkeit

-         Verhalten in verschiedenen Situationen, mit Geräten und mit Fremdpersonen

 

2.   Ablauf der THT -Eignungsprüfung:

Vor Beginn der Prüfung sind die Prüfungsunterlagen dem PL auszuhändigen, der diese der PK vor Beginn der Prüfung vorlegt.

Die Kandidaten/innen sind von der PK vor der Prüfung zu orientieren und die HF auf ihr Verhalten während der Prüfung hinzuweisen.

Übung 1:      Vorstellen und Begrüßen (wird im Freien ausgeführt).

HF führt den H links oder rechts bei Fuß, an loser Leine. Eine Menschengruppe, mindest zwei Fremdpersonen, die miteinander laut sprechen, die Arme bewegen, kommen dem Team entgegen. Die Fremdpersonen begrüßen den HF, der HF stellt sich und seinen H vor. Die Fremdpersonen streicheln den H, besonders im Bereich des Kopfes. Der H soll sich ruhig und unbefangen verhalten, soll die Kommissionsmitglieder nicht anspringen oder belästigen und soll vom HF immer an loser Leine gehalten werden. Ein Kommissionsmitglied führt die Identitätskontrolle durch, H darf sitzen oder stehen. Bei H die bellen, knurren, sich aggressiv zeigen, ängstlich oder im Stress sind, wird die Prüfung sofort abgebrochen. Je nach Umständen kann die Überprüfung, mit Einverständnis der Kommission, nochmals durchgeführt werden.

Übung 2:    Abtasten, Umarmen des Hundes sowie Umfassen und kurzes Festhalten der Schnauze. Diese Übung findet in einem kleinen Raum statt .

Der HF übergibt dem Prüfer den H an der Leine. Der HF steht ca. 2 m daneben, bleibt ruhig und beobachtet die Überprüfung. Der H steht während der 

Überprüfung auf dem Boden (auch kleine Hunde nicht auf einem Tisch oder dergleichen), der Prüfer kniet neben dem Hund.

Der Prüfer tastet den ganzen Körper des Hundes ab. Es darf dabei keine Hast aufkommen. Bewegen der Zehen, der Rute, abwechselnd werden die Beine des H leicht angehoben. Heben der Lefzen, kurzes Umfassen und festhalten der Schnauze, berühren und anschauen der Ohren.

Der Prüfer presst den H in einer engen Umarmung um den Hals an sich und spricht leise mit dem H. Dauer maximal 10 Sek. Nach der Umarmung wird der H gelobt, gestreichelt und kurz bewegt. Mit einem Hundestriegel wird dem H über den Rücken und die Flanken gefahren. Bei dieser Überprüfung wird auch darauf geachtet ob der Hund gepflegt ist.

Diese Übung ist vom Prüfenden vorsichtig auszuführen, der H darf nicht aggressiv oder ängstlich reagieren und sollte nicht in Stress versetzt werden.

Nach dieser Überprüfung übergibt der Prüfer  den H dem HF, welcher seinen H beim Weggehen lobt.

Übung 3:    Motivieren, loben, spielen, ev. Trick zeigen, abrufen, auch durch eine Fremdperson.

Der HF motiviert den H zum Spielen mit frei gewählten Gegenständen.

Der H muss sich frei fühlen, darf nicht unter Druck des HF sein. Der HF kann freiwillige kleine Tricks zeigen. Der H soll sich bis zu 20 m vom HF entfernen und jederzeit unter Kontrolle des HF sein.

Auf ein Zeichen des Prüfers soll der HF seinen H abrufen und sollte beim HF vorsitzen.

Eine Fremdperson motiviert den H zum Spielen, der H sollte sich aktiv zeigen ohne übermütig oder aggressiv zu werden.

Der HF soll aktiv an dieser Aktion mitmachen um die Beziehung HF – H zu veranschaulichen.

Übung 4:    Verhalten und Reaktion zu anderen Hunden.

a.       Gegenseitiges Begrüßen von HF und H mindestens 3x mit anderen Teams;

Die HF gehen mit ihren angeleinten H aufeinander zu, begrüßen sich, geben einander die Hand, sprechen maximal 15-20 Sek. miteinander, verabschieden sich wieder mit einem Händedruck und gehen zum Ausgangspunkt zurück. Die H werden dabei an loser Leine geführt und müssen vom HF immer beobachtet werden und unter Kontrolle sein. Die Hunde dürfen stehen, sitzen oder Platz machen.

H dürfen nicht aggressiv oder ängstlich sein, dürfen nicht Knurren oder Kläffen, sie dürfen sich auch nicht beschnuppern. H dürfen gelobt und gestreichelt werden.

b.      HF bewegen sich mit angeleintem H innerhalb der Gruppe;

Die HF gehen aufeinander zu, sprechen kurz, gehen auseinander und kreuzen sich. Die Leine ist locker zu halten. Der H kann links oder rechts geführt werden und darf immer wieder gelobt werden. Der Prüfer gibt laufend Informationen um die Teams objektiv beurteilen zu können. Dauer der Übung maximal 1 Min. je H. Die H dürfen keine Anzeichen zum Raufen  geben, nicht bellen, keine Angst oder Stress zeigen. Die HF sollen diese Übung locker zeigen.                                   

Übung 5:    Laute Schreie und bedrängen des H von mehreren Personen:

Der HF übergibt den angeleinten H einer von zwei Personen die auf Stühlen sitzen. Die Personen sprechen laut mit dem H und streicheln ihn gleichzeitig. Es kommen noch zwei Personen dazu die den H anschreien, ihn jedoch gleichzeitig streicheln. Sie möchten den H mitnehmen, die sitzende Person gibt aber die Leine nicht aus der Hand. Nach maximal 20 Sek. werden die Personen ruhiger und loben den H.

Der HF beobachtet aus 8 m Distanz das Geschehen und holt auf Zeichen des Prüfers den H ab und lobt ihn.

Der Hund soll die Belastung ruhig und willig über sich ergehen lassen. Bei Anzeichen von Stress, Knurren, Bellen oder sogar aggressivem Verhalten ist die Überprüfung sofort abzubrechen.

Bei diesem Test muss der Prüfer absolute Kenntnisse über das Verhalten von Hunden haben.                                                                                             

Übung 6:    Ungewohnte Geräusche und Bewegungsmuster:

Der HF kommt mit dem angeleinten H der Prüfungskommission entgegen. Sie begrüßen sich kurz. Die Prüfer umkreisen das Team, sie lassen etwas Schepperndes fallen, nehmen es wieder auf. Es sollten 2-3 verschiedene Geräuscharten sein. Der H soll weder Angst noch Aggressivität zeigen und darf nicht bellen oder knurren. Er darf sich jedoch mit den Gegenständen die am Boden liegen friedlich, spielerisch befassen. Die Prüfer müssen jederzeit die Gegenstände aufheben können ohne dass der H sie bewacht oder verteidigt.

Der HF kann jeder Zeit Kommandos geben.                                               

Übung 7:    Begegnung mit einer Personengruppe mit Rollstuhl und Krücken:

Der HF geht mit seinem H an loser Leine in die Personengruppe von 3-4 Personen die sich frei bewegen. Darunter ist eine Person die sich im Rollstuhl fortbewegt und eine Person geht an zwei Krücken. Der HF nimmt Kontakt mit den Leuten auf und übergibt den H der Person im Rollstuhl, erzählt kurz etwas über seinen H. Der HF schiebt einige Meter den Rollstuhl, der H wird von der Person im Rollstuhl gehalten. Die Person mit den Krücken begegnet den Leuten mit dem Rollstuhl, spricht mit ihnen, streichelt den H, fuchtelt mit den Krücken in der Luft herum, lässt eine Krücke auf den Boden fallen.

Die sich frei bewegenden Personen nehmen auch Kontakt mit dem Team auf.

Dauer cà. 3 Min. Der H soll sich ruhig und sicher zeigen, darf nicht knurren, kläffen oder sich ängstlich zeigen.

Bei Überforderung des H oder des HF soll die Übung abgebrochen werden.

Übung 8:    Gesamteindruck des Teams:

-                    Treten HF und H als Team auf  ?

-                    Ist eine Harmonie (Verbundenheit) zwischen HF und H vorhanden ? 

-                    Sucht der H Kontakt zum HF ?

-                   In welcher Verfassung wird der H vorgeführt ?

-                    Ist der H gepflegt ?

-                    Ist der HF der Situation entsprechend gekleidet ?

-                    Mit welcher Ausrüstung präsentiert sich das Team ?

70% der Anforderungen müssen von den Kandidaten/in erreicht werden.

Die Auswertung vorgenannter Eignungsprüfung erfolgt mit bestanden oder nicht bestanden

 

III.           THT – ABSCHLUSSPRÜFUNG:

Auf Grund der THT – Ausbildung und Grundlage für die verschiedenen Einsatzbereiche, ist diese Prüfung ausnahmslos und verpflichtend in einem Institut, mit Menschen mit den verschiedensten Behinderungen sowie Krankheitsbildern, bzw. in Kindergärten und Schulen durchzuführen.

Zugelassen zu dieser Prüfung sind jene Teams welche mindestens eine BH oder eine höhere Prüfung, welche vom SVÖ (ÖKV) anerkannt wird, sowie mindestens 80% Anwesenheitspflicht des angebotenen Unterrichts und der praktischen Ausbildung nachweisen können (Bestätigung bzw. Urkunde). Weiters muss vom Ausbilder/in auch eine positive Bewertung, während der Aus- und Fortbildung, vorliegen

1.   Folgendes Wissen und Können wird geprüft:     

·        Sachkunde – Multiple Choice Test (kynologisches Allgemeinwissen laut ÖKV – HFS).

·        Schriftliche Prüfung über den kompl. Inhalt der Seminarunterlagen und der absolvierten THT – Ausbildung .

·        Mündliche Prüfung über denselben Wissenskomplex.

·        Gehorsam mit Identitätskontrolle

·        Praktische Arbeiten im Institut und mit verschiedenen Menschen mit Einschränkungen (Behinderungen) bzw. mit Kindern in Kindergärten oder Schulen.

·        Reizschwelle (niedere / mittlere / hohe)

·        Unbefangenheit / Belastbarkeit

·        Motivierbarkeit (mit Gegenstand oder Futter)

·        Sozialverträglichkeit

·        Verhalten in verschiedenen Situationen, Geräten und Fremdpersonen

 

2.      Ablauf der THT – Abschlussprüfung:

Vor Beginn der Prüfung sind vom HF alle Prüfungsunterlagen dem PL auszuhändigen, der diese der PK vor Beginn der Prüfung vorlegt.

    1. Schriftliche Prüfung :

·        Sachkunde über kynologisches Allgemeinwissen nach den Vorlagen des HFS der ÖKV – PO (Multiple Choice Test / 30 Fragen werden von der PK aus 140 vorgegeben).

·        Beantwortung von 50 Fragen über das Wissen aus der Seminarmappe und der praktischen Ausbildung (Fragenkomplex wird von der PK vorgegeben).

    1. Mündliche Prüfung :

·        Bezieht sich schwerpunktmäßig auf die unklaren schriftlichen Arbeiten und derer Zusammenhänge. Es steht jedoch jeder PK frei, noch Zusatzfragungen zu stellen um sich zu überzeugen, dass der Kandidat/in den Unterrichtsstoff auch in der Praxis selbst umsetzen kann.

    1. Praktische Übungen mit Hilfspersonen.

Übung 1:            Gesameindruck des THT

Übung 2:            Begrüßung einer Fremdperson und Reaktion auf einen fremden H

Übung 3:            Streicheln und Umarmen

Übung 4:            Ungewohnte Bewegungsmuster

Übung 5:            Umgang mit starkbewegungseingeschränkten Personen

Übung 6:            Absetzen und Ablegen mit Herankommen

Übung 7:            Überwachte Vereinsamung

Übung 8:            Handling des H durch eine Fremdperson

Übung 9:            Umgang mit Rollstuhlbenützer

Übung 10:            Personengruppe

Übung 11:            Freifolge

Übung 12:            Fremdspielen mit Abrufen

Übung 13:            Spiele mit dem H

Die Reihenfolge der einzelnen Aufgaben kann individuell gestaltet werden.

Bei allen diesen Prüfungsaufgaben ist es besonders wichtig, dass sich HF und H

als Team darstellen. Das heißt, dass der H seinem Führer Vertrauen

entgegenbringen muss. Der HF muss seinen H kennen und muss wissen was er

seinem H zumuten kann bzw. muss er auch erkennen, wenn sein H in eine

Stresssituation kommt. Er muss auch jederzeit in der Lage sein, seinen H richtig

einzuschätzen und zu reagieren.  

·        Übung 1.  Gesamteindruck des Teams

Der H muss gepflegt und in guter Verfassung vorgeführt werden und muss die

richtige Leine und Halsband, wie vorgeschrieben verwenden. Der HF sollte auch

der Situation entsprechend gekleidet sein und das zweckmäßige Schuhwerk tragen.

Das THT wird während der gesamten Prüfung beobachtet und sein Verhalten

gegenüber anderen Personen, Teilnehmer und H bewertet. Dies gilt auch in der

Vorbereitungs- und Wartephase.

·        Übung 2.  Begrüßung einer Fremdperson und Reaktion auf einen fremden H

a.)    Eine Fremdperson kommt mit Krücken auf das zu prüfende THT zu und begrüßt den HF freundlich, aber etwas unbeholfen.

Er zeigt mit einer Krücke auf den H, wobei dieser nicht nach der Krücke  schnappen darf und sich auch nicht ängstlich oder aggressiv zeigen darf. Bei dieser Übung darf der H sitzen, stehen oder liegen und der HF darf auch HZ und SZ geben.

b.)    Das zu prüfende THT bleibt im Raum wobei ein anderes THT diesen betritt. Die beiden HF begrüßen sich kurz wobei das 2. THT den Raum wieder verlässt. Der zu prüfende H muss ruhig bei seinem HF bleiben und darf nicht mehr als ein leichtes Interesse an dem anderen THT zeigen.

Bellen, Hochspringen oder Zeichen von Aggression oder Ängstlichkeit sind negativ und nicht gestattet. Der HF kann wieder auf seinen H mit HZ und SZ reagieren.

·        Übung 3.  Streicheln und Umarmen  (ohne Leine)

Dem THT nähern sich mehrere Personen und beginnen den H überschwänglich zu streicheln und zu berühren, eine Person umarmt den H. Dabei sollte der H möglichst ruhig bleiben und gelassen auf die oft ungeschickten Berührungen reagieren. Er darf zurückweichen, aber sich nicht ängstlich oder aggressiv verhalten oder eine Abwehrreaktion zeigen.

·        Übung 4.  Ungewohnte Bewegungsmuster  (ohne Leine)

Das zu prüfende THT befindet sich in einem Raum, eine Person betritt diesen hinkend oder wild gestikulierend, dabei kann diese Person auch laute Schreie von sich geben. Sie setzt sich zum H und beginnt ihn mit Ellbogen, Kopf und Füßen

(ohne Schuhe) zu berühren, diese sollten dann immer heftiger werden, bis der H diese Situation rechtzeitig beendet.

·        Übung 5.  Umgang mit stark bewegungseingeschränkten Personen (ohne Leine) 

Eine Person liegt auf einer Decke am Boden, der HF lässt seinen H dazuliegen. Der H wird von der Person berührt, gestreichelt und mit einem Leckerle belohnt. Der H bleibt ruhig sowie gelassen liegen und zeigt keine Berührungsängste, er zieht sich erst auf Anweisung des HF zurück.

·        Übung 6.  Absetzen und Ablegen mit Herankommen (ohne Leine) 

Der HF setzt seinen H ab und geht weiter, holt einen Gegenstand, übergibt diesen dem PL und kehrt zu seinem H zurück. Der H muss ruhig sitzen bleiben bis der HF bei ihm die Grundstellung wieder eingenommen hat.

Anschließend legt der HF seinen H nach einigen Schritten ab und geht 20 Schritte weg und macht kehrt. Der PL steigt zweimal über den abgelegten H ohne diesen zu berühren. Auf Anweisung des PL ruft der HF seinen H zu sich, dabei muss der H direkt zum HF und bei ihm bleiben. Anschließend lässt der HF seinen H frei laufen und ruft diesen, auf Anweisung des PL, wieder zu sich. Der H muss wieder direkt zum HF kommen und sich anleinen lassen.

Während dieser Übung sind HZ und SZ erlaubt.

·        Übung 7.  Überwachte Vereinsamung (mit Leine)

Der zu prüfende H wird vom HF dem PL oder Hilfsperson übergeben, bei einem HZ  durch den HF an seinen H„ bleib „ darf der H sitzen, liegen oder stehen bzw. die Position wechseln, aber seinen Platz nicht verlassen.

Der H darf nicht wiederholt bellen, fortgesetzt winseln, an der Leine zerren, am PL oder Hilfsperson hochspringen, dabei  darf der H keine Anzeichen von Angst oder Aggression zeigen. Wenn der HF, auf Anweisung der PK , zu seinem H zurückkommt, muss sich der H beim PL oder Hilfsperson ruhig verhalten. Beim Weggehen und Zurückkommen des HF sind HZ und SZ erlaubt.

·        Übung 8.  Handling des Hundes durch eine Fremdperson (ohne Leine)

Eine Person begutachtet den zu prüfenden H, bürstet ihn, berührt ihn auch an den Ohren, am Bauch, an der Rute und hebt kurz eine Pfote. Anschließend übernimmt diese Person den H, leint ihn an und führt ihn im Raum herum, am Ende erhält der H zur Belohnung von der genannten Person ein Leckerle. Bei dieser Übung kann der HF mitgehen. Bei der Belohnung ist darauf zu achten, dass der H das Leckerle sachte abnimmt.

Der H darf weder Angst noch Aggressivität zeigen. Der HF soll dabei selbständig, wenn nötig, auf die Eigenheiten seines H hinweisen.

·        Übung 9.  Umgang mit Rollstuhlbenützer (ohne Leine)   

Ein Rollstuhlfahrer (Hilfsperson) kommt in den Raum. Kleine H können dem Rollstuhlfahrer auf den Schoß gesetzt werden, größere H sollen auf Anweisung des HF die Vorderpfoten auf dessen Schoß legen und sich streicheln und berühren lassen. Abschließend wird der H vom Rollstuhlfahrer mit einem Leckerle belohnt, dabei muss der H abwarten bis er die Belohnung erhält und darf nicht danach schnappen oder gar den Rollstuhlfahrer bedrängen.

Auch hier muss der HF in der Lage sein, richtig und zeitgerecht einzugreifen.

·        Übung 10.  Personengruppe (mit Leine)

Die Personengruppe besteht aus mindestens 4 Personen wobei eine Person im Rollstuhl sitzt und eine Wurstsemmel in der Hand hält. Ebenso können Kinder in der Gruppe mitgehen und etwas essen. Eine weitere Person sollte sich mit einem angeleinten H  außerhalb der Gruppe bewegen. Die gesamte Gruppe bewegt und unterhaltet sich. Eine Person lässt hinter dem H eine Krücke fallen, eine andere Person klatscht in die Hände, eine weitere schreit kurz auf.

Der H darf Interesse an den Personen und Rollstuhl zeigen, er muss aber mit seinem HF aufmerksam mitgehen. Auf diverse Geräusche und Gegebenheiten muss sich der H gleichgültig verhalten und darf keine ängstliche oder aggressive Reaktion zeigen und an den Personen nicht hochspringen.

Der H darf dem Rollstuhlfahrer den Wurstsemmel nicht wegnehmen, gegebenenfalls muss der HF einschreiten.

·        Übung 11.  Freifolge (ohne Leine)

Die Freifolge erfolgt nach der ÖPO – BH, der HF kann diese selbständig ausführen oder kann die Anweisungen erbitten. Der H sollte freudig und aufmerksam seinem HF folgen, kleinere Abweichungen und mehrfache HZ und SZ sind erlaubt.

·        Übung 12. Spiele mit dem Hund (ohne Leine) 

Der HF gibt der PK bekannt, welche Spiele oder Übungen sein H gerne macht bzw. welche er vorführen möchte. Der HF muss mindestens eine Person in diese Übung integrieren.

·        Übung 13.  Spielen mit Abrufen mit Fremdperson (ohne Leine)

Eine Hilfsperson oder der PL spielt mit dem H kurz und intensiv, dabei muss sich der H vom HF aus kurzer Entfernung abrufen lassen und zu diesem zurückkehren.

Mehrere HZ und SZ sind erlaubt.

 

d. Praktische Arbeit in einer Institution

-         Vorbereitung des Teams vor dem Einsatz (THT sauber und gepflegt, ebenso diverse Gegenstände welche für einen Einsatz im Institut erforderlich sind).

-         Kontaktaufnahme mit dem Pflegepersonal des Institutes

-         Kontaktaufnahme mit den Menschen mit Behinderung   (Bewohner, stationäre Personen, usw.)

-         Verhalten gegenüber den zu betreuenden Mitmenschen.

-         Verhalten des Teams bei einer bestimmten Aufgabenstellung, mit Menschen mit Behinderung (im Freien und im Raum) durch die PK.

-         Bewältigung von Stresssituationen.

Von den geforderten Leistungen müssen 70% positiv von den Kandidaten/in erreicht werden !

Die Bewertung erfolgt mit bestanden oder nicht bestanden !

Für die Einsatzeinstufung ist die Qualität der Prüfung von Bedeutung, die Einstufung  der Einsatzberechtigung (Einsatzgebiete) erfolgt durch die PK.

Nach erfolgter Einstufung der Einsatzfähigkeit durch die PK, mit Stimmenmehrheit, wird der Einsatzausweis von der SVÖ - Verwaltung ausgestellt und dem HF zugestellt.

In diesen Ausweis sind alle Aktivitäten (Ausbildung, Fortbildung, Prüfungen, Einsätze, tierärztliche Bestätigung über die jährliche Untersuchung usw.) einzutragen, die das Therapiehundewesen betreffen.

Jedes THT hat die Möglichkeit, sich für die Verbesserung der Einsatzstufe, beim zuständigen Ausbildungsleiter/in, anzumelden. Dieser entscheidet dann, zu welchem Zeitpunkt und an welcher Prüfung dies möglich ist und leitet hiefür die Anmeldung an den Verantwortlichen der PK weiter.

Generell kann das jeweilige THT, im Zuge einer Abschluss- oder Jahresüberprüfung, zu dieser Verbesserung antreten. Das THT braucht aber nur in diesen Prüfungssparten antreten in denen es sich verbessern möchte, um in die nächst höhere Einsatzstufe zu gelangen.

 

IV.      THT – Jahresüberprüfung (THT – JP):

Diese Prüfung kann entweder in einem Institut oder auf einem Sportplatz mit den erforderlichen Voraussetzungen stattfinden.

Diese jährliche Überprüfung ist für den Einsatz bindend vorgeschrieben und muss innerhalb von 15 Monaten erfolgen. Jene THT die sich dieser Prüfung nicht stellen, verlieren ihre Einsatzberechtigung so lange, bis sie sich dieser Überprüfung unterzogen haben. Verhinderung wegen Krankheit oder anderer Gründe ist kein Entschuldigungsgrund, da vom SVÖ jährlich (Österreichweit) mindestens drei verschiedene Termine angeboten werden.

Weiters hat diese Jahresüberprüfung nur Gültigkeit, wenn dasselbe Team, welches die THT – Abschlussprüfung absolviert hat, antritt. Ein geprüfter TH mit einem anderen Führer oder umgekehrt, ist nicht gestattet.

Bei dieser Jahresüberprüfung kann auch ein Team in der Einsatzstufe auch rückversetzt werden, wenn es den Anforderungen, die bei der Überprüfung gestellt werden, nicht entspricht.

  1. Folgende Fakten werden überprüft:

-         Überprüfung der Eintragungen im Einsatzausweis (Einsätze, Fortbildung, Prüfungen, tierärztliche Bestätigung über den jährlich vorgeschriebenen Gesundheitstest und Gesundheitszustand des Hundes sowie des Impfpasses.

-         Überprüfung der gültigen Politze über die Haftpflichtversicherung

-         Gehorsam

-         Einsatzfähigkeit

-         Unbefangenheit und Belastbarkeit

-         EU – Impfpass

-         Allgemeinzustand des Teams

  1. Ablauf einer THT – Jahresüberprüfung:

-         Die HF melden sich zur jeweiligen Jahresüberprüfung in der SVÖ – Verwaltung an.

-         Vor Beginn der Prüfung sind die Prüfungsunterlagen dem Prüfungsleiter auszuhändigen.

-         Überprüfung des Gehorsam wie bei THT – Eignungsprüfung

-         Team Überprüfung (Unbefangenheit und Belastbarkeit) wie bei THT – Eignungsprüfung

-         Der HF wird noch einer mündlichen Befragung unterzogen (Erfahrung im Einsatz, Allgemeinwissen über den Inhalt der Seminarunterlagen).

-         Die Prüfungsunterlagen werden von der PK überprüft und die Einsatzfähigkeit, auf Grund des Prüfungsergebnisses, für ein weiteres Jahr bestätigt, verbessert, zurückversetzt oder aberkannt.

Diese Überprüfung schließt die Eigenverantwortung des HF für seinen H während eines THT Einsatzes nicht aus.

Der HF darf nur diese THT - Einsätze tätigen für welche er von der PK zugelassen wurde.

 

V.               AUSBILDUNG : 

Voraussetzung zur  Teilnahme an der THT – Aus- und Fortbildung, welche in verschiedenen Regionen des SVÖ, unter geprüften Ausbilder/in und Trainer/in stattfinden, ist ein bestandener Eignungstest erforderlich.

Weiters ist vor Beginn der Aus- und Fortbildung, das Gesundheitszeugnis des H

(welches nach einer Checkliste des SVÖ erstellt wurde) sowie der gültige Impfpass, dem verantwortlichen Ausbilder/in vorzulegen.

Die Ausbildung in Theorie und Praxis (Dauer mindestens 50 Std.) ist auf mehrere Wochen aufgegliedert. Die praktische Ausbildung hat auch in möglichst verschiedenen Institutionen (Senioren- u. Pflegeheimen, Lebenshilfe, Kindergarten u. Schulen, usw.), mit möglichst allen vorkommenden Situationen, zu erfolgen.

Aufgaben der THT - Ausbilder/in: Die Ausbilder/in werden von der Technischen

                                                        Kommission des SVÖ berufen und sind

                                                        für die Ausbildung der Teams verantwortlich.

                                                        Weiters unterstützen diese die PK bei der THT    

                                                        Eignungs- , THT – Abschluss- und

                                                        Jahresüberprüfung.

Aufgaben des THT – Trainers/in:   Die THT – Trainer/in werden von der Technischen

                                                        Kommission des SVÖ, nach bestandener  

                                                        Trainerprüfung bestellt und unterstützt die

                                                        Ausbilder/in bei der Aus- und Fortbildung der THT

1. Theoretische Ausbildung:

·        Was ist zu tun bevor ein THT in den Einsatz geht

·        Wie ist ein H für den Einsatz vorzubereiten

·        Welche Dinge sind für den Einsatz unbedingt erforderlich

·        Verhaltensprobleme welche sich beim TH – Einsatz entwickeln können

·        Gesundheitsrisiken bei einem THT – Einsatz

·        Wodurch können Allergien auf H ausgelöst werden

·        Was ist zu tun wenn der H im Einsatz einen Klienten verletzt

·        Was sind Zoonosen (Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen, oder umgekehrt, übertragen werden können)

·        Wie können Übertragungen verhindert werden

·        Verhaltensmassregeln die beim Besuch von Alzheimerpatienten gelten

·        Wie werden bei Besuchen Konversationsblocker vermieden

·        Verhalten bei einer Monopolisierung des Hundes durch die besuchte Person

·        Vorteile, welche eine Mensch-Tierbeziehung den Menschen in den Institutionen bringen kann.

·        Zustands – Kategorien von Mitmenschen (Klienten), welche man bei den Besuchen und Einsätzen antreffen kann.

·        Kinder soziales Lernen

·        Was gehört zur Rollstuhl – Etikette

·        Wofür ist das THT im Einsatz verantwortlich

·        Mögliche Gesprächsanfänge

·        Was ist zu tun wenn kurz vor dem Einsatz der H verkrankt

·        Unterschiede zwischen Therapie- und Servicehund

·        Hygiene beim HF und H   

·        Was sind Therapiehunde

·        Wo können Therapiehunde eingesetzt werden

·        Welche Hunde eignen sich für die Ausbildung als Therapiehund

·        Wie werden Therapiehunde ausgebildet

·        Was lernt der Hundebesitzer

·        Vorbereitung für die Prüfung

·        Regeln beim Besuch eines Rollstuhlpatienten

·        Den H und sein Verhalten besser kennenlernen

·        Verhalten gegenüber den zu betreuenden Mitmenschen (Klienten)

·        Unterlagen für den Einsatz erstellen

·        Ausrüstung für das Team im Einsatz

·        Besuche im Kindergarten mit THT

·        Besuche in Schulen

2.   Unterricht über die wichtigsten Krankheitsbilder:

·        Down Syndrom oder Trisomie 21 (23)

·        Epilepsie

·        Autismus

·        Sprechbehinderungen

·        Menschen mit verminderter Hörfähigkeit

·        Schlecht sehende oder blinde Mitmenschen

·        Kinder mit Hirnreifestörung / ADHS, ADS

·        Demenz, Alzheimer

·        Das Tourette Syndrom

·        Ataxie

·        Muskeldystrophien

·        Behinderung der Muskeln und des Skelettsystems

·        Behinderung ausgehend von Gehirn und Nervensystem

·        Beeinträchtigung der Intelligenz

  1. Praktische Ausbildung:

a.             Ausbildung im Freien:                                                                                                -  -- Laufen neben Rollstuhl, mit Menschen an Krücken und Gehhilfen usw.            -       - Spielen mit Kindern und Erwachsenen                                                     

-   Gruppenspiele

-   Vorführungen von Tricks und verschiedenen Übungen sowie Spiele

-   Richtiges Verhalten im Verkehr und verschiedenen Begegnungen

-   Treppenlaufen mit Behinderten Mitmenschen

-   Liftfahren mit Rollstuhlfahrer usw.

b.   Ausbildung in Gebäuden:

-   Gehen über verschiedene Bodenarten (glitschig, rau, über Gitterroste)    

-   unbefangen bewegen in verschieden großen Räumen       

-   Lichtwechsel von Raum zu Raum, hell – dunkel

-   An Geräusche gewöhnen, Stimmen, laute Schreie, Türen zuschlagen

-   An Gegenstände gewöhnen die auf den Boden fallen

-   Treppen laufen, Lift fahren

-   Am Rollstuhl gehen, Leute am Gehböcklein und an Krücken begleiten

-   An behinderte oder kranke Menschen anpassen

-   Von mehreren Menschen bedrängen, fest anfassen und streicheln lassen

-   Mit eventueller Hektik im Institut abfinden

-   An ungewohnte Rauntemperaturen anpassen

Während den praktischen Arbeiten im Gebäude und beim Besuch von kranken und behinderten Mitmenschen werden die THT vom Ausbilder/in bewertet. Diese Bewertung ist ein Teil für die Zulassung zur Abschlussprüfung.

Nach dem Übungseinsatz in einer Institution wird der Besuch mit dem Ausbilder/in besprochen.

VI.            WEITERBILDUNG:

Die THT - Ausbilder/in, THT - Trainer/in sowie alle THT welche im aktiven Einsatz stehen sind verpflichtet, an allen Fortbildungsveranstaltungen, welche vom SVÖ  ausgeschrieben werden, teilzunehmen.

VII. Anforderungen an Trainer/in, Ausbilder/in, Bewerter/in (Richter) :

a.      Trainer/in :

Für die Anforderungen als THT – Trainer/in sind folgende Voraussetzungen erforderlich.

-  Zulassung aller THT – Einsätze ohne Einschränkung

-  Mindestens 50 THT – Einsätze in zwei verschiedenen Instituten

-  Geprüfter ÖKV – Trainer für Unterordnung

-  Mithilfe bei der Ausbildung von THT in Theorie und Praxis

-  PL bei einer THT - Eignungs- und Jahresüberprüfung

-  PL bei einer THT – Abschlussprüfung

-  Teilnahme an der Trainerausbildung in Theorie und Praxis

-  Positive Bewertungen der verschiedenen PK

-  THT – Trainerprüfung in Theorie und Praxis positiv abgeschlossen

(70% der Anforderungen müssen bewältigt werden)

 

b.   THT – Ausbilder/in :

Für die Anforderungen als THT – Ausbilder/in sind folgende Voraussetzungen erforderlich.

-  Jährlich mindestens 50 THT – Einsätze in verschiedenen Institutionen       

-  Mindestens ein Jahr als THT – Trainer aktiv, mit einem oder mehreren Ausbilder/in tätig

-  Positive Beurteilung über dessen Tätigkeiten, durch den oder die THT – Ausbilder/in

-  Fachvortrag von 15 bis 20 Min. mit Diskussion über ein Thema aus der THT – Ausbildung, das Thema wird von der Technischen Kommission des SVÖ vorgegeben.

-  Erstellen eines Ausbildungsprogramm (in Schriftform) über die Ausbildung von THT einschl. Vorbereitung zur THT – Abschlussprüfung.

(70% der Anforderungen müssen bewältigt werden)

c.   THT – Bewerter (Richter) : 

      Für die Anforderungen als THT – Richter sind folgende Voraussetzungen erforderlich.

-  Mindestens 2 Jahre positive Tätigkeiten als Ausbilder/in

-  Mindestens 15 THT erfolgreich ausgebildet und zur Abschlussprüfung geführt.

-  Aufsatz über ein Thema welches von der Technischen Kommission des SVÖ vorgegeben wird.

-  Fachvortrag von 15 bis 20 Min., Thema und Forum wird von der Technischen Kommission des SVÖ bekannt gegeben.

-  Teilnahme an den vorgeschriebenen Seminaren und Tagungen.

-  Beirichten (bewerten) bei Eignungs- und Jahresüberprüfungen       

-  Proberichten (bewerten) anlässlich einer THT – Abschlussprüfung

-  Schriftliche und mündliche Prüfung über den kompl. Komplex, Kynologie, Therapiehundewesen in Theorie und Praxis                         

Dieser Leitfaden wurde auf Grund der praktischen Erfahrung (in der Schweiz und Österreich) in der THT - Ausbildung und im Einsatz (seit 1994) von der Technischen Kommission des SVÖ < Georg Scheucher / Monique Meylaerts / Benz Alex > ausgearbeitet und mit den geprüften THT –Bewerter/in und Ausbilder/in Mag. Andrea Nowy / Mag. Frauke Hitsch / Lorenz Cornelia / Silvia Fürst  und Koch Petra abgestimmt.

Breitenwang, den 15.01.2009